HomeForumWohnbautenBaden oder Duschen im Alter?

Baden oder Duschen im Alter?

Beitrag Baden oder Duschen im Alter?

Autor: Frank Huster Antworten: 2 letzte Antwort: 2011-07-21 18:15:54 von Jennifer Uka

AutorBeitrag
Beitrag
Frank Huster
erstellt:
20.07.2011 17:39:05

Baden oder Duschen im Alter?

Für die Vorbereitung eines Vortreges für Architekten interssiert uns ihre Meinung zur Frage Baden oder Duschen im Alter.
Was ist sinnvoller?
Der Wechsel von Dusche zu Badewanne erscheint nicnt sinnig, eher umgekehrt, siehe auch DIN 18040-2 E.

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
20.07.2011 21:17:43

Expertenseite

Hier meine Meinung:
Baden und Duschen im Alter, aber:
Wenn das Bad zu klein ist für beide Sanitärobjekte, dann ist es eine individuelle Entscheidung der Senioren. Viele Senioren möchten auf ein Wannenbad nicht verzichten. Andere möchten lieber eine Dusche. Bei Menschen mit Behinderungen kommt es darauf an, ob es möglich ist, eine Badewanne mit Hilfsmitteln so auszustatten, dass ein Baden in der Badewanne möglich ist. Eine bodengleiche Dusche ist geeignet für Rollstuhlbenutzer, die eigenständig duschen wollen und für Pflegebedürftige, die im Duschrollstuhl von Pflegekräften geduscht werden müssen. Gemäß E DIN 18040, Teil 2, die noch im August des Jahres erscheinen soll, wird eine bodengleiche Dusche gefordert. Anstelle der Dusche muss aber bei Bedarf eine Badewanne installiert werden können. Da die Stellfläche für Badewannen länger als die Duschfläche ist, muss bei der Planung eines Bades darauf geachtet werden, dass die Wahlmöglichkeit Dusche oder Badewanne realisiert werden kann.

... auf nullbarriere.de

DIN 18040-2 Bad, WC

DIN 18040-2 Bad, WC

Beitrag
Jennifer Uka
erstellt:
21.07.2011 18:15:54

Expertenseite

Meine Meinung geht auch in diese Richtung.

1. Parameter: Kosten
< fällt baulich und mit Blick auf die ggf. erforderlichen Hilfsmittel (Stuhl/Lift) m. E. zu Gunsten der Dusche aus.

2. Parameter: Raumbedarf
< ist letztlich auch eine Kostenfrage und geht auch zu Gunsten der Dusche aus.

3. Parameter: Hygiene
< da sich heutzutage wohl jeder nach dem Bad noch das Badewasser abspült, würde ich sagen, das nimmt sich im Regelfall nichts. Allerdings kann ich dies nicht untermauern.

Senioren werden bei Inkontinenz häufig mit Windeln versorgt. Dies führt wiederum häufig zu Pilzinfektionen im Genitalbereich. Ich denke, ein Vollbad (ggf. mit Zusätzen) reinigt und wirkt letztlich doch besser, als eine kurze Dusche, zumal auch viele Menschen sich nur eingschränkt bewegen können, und vielleicht auch die taktile Wahrnehmung eingeschränkt ist. Auch Pflegekräfte in Zeitnot können beim Duschen schnell mal etwas übergehen ... Hier müsste man mal die medizinischen Erfahrungen erfragen.

4. Parameter: persönliche Vorlieben
< es kommt langsam die Generation der "Duscher" in das entsprechende Zielgruppenalter. Aber letztlich ist das nur ein Trend, kein k.o.-Kriterium.

Vielleicht gibt es ja, wenn ich im entsprechenden Alter bin, zu jeder Wohneinheit eine Dusche und zusätzlich ein kleines Schwimm-/Therapiebad und eine Badewanne mit entsprechendem Lift als Gemeinschaftseinrichtung im Haus. Das fände ich die optimale Lösung. Diese hätte auch noch eine soziale Komponente.

Es würde mich freuen, wenn Sie uns an Ihren Ergebnissen teilhaben lassen!

Raumspartür - BehindertentürBarrierefreie TürschwellenTürgriffe und TürbeschlägeAAL-System, intelligentes HausnotrufsystemPersonenaufzug, Fahrstuhl mit umweltfreundlichem AntriebBlindenleitsysteme in Gebäuden

Symbole

Beiträge: Beitrag Beitrag Neuer Beitrag Neuer Beitrag Wichtiger "Sticky" Beitrag, keine Antworten möglich Wichtiger "Sticky" Beitrag, keine Antworten möglich Beitrag noch nicht moderiert! Beitrag noch nicht moderiert!

Unser Experte

Logo: Bauingenieurbüro Jennifer Uka

Bauingenieurbüro Jennifer Uka

Dipl.-Ing.(FH) Jennifer Uka

12305 Berlin

Expertenseite

Inhouse-Seminar

Weiterbildung Sie möchten Ihre Mitarbeiter, Vertriebspartnern oder Kunden die Möglichkeit geben, sich zum aktuellen Stand von Normen und Gesetzen auf dem Gebiet des barrierefreien Bauens informieren?

Fachvortrag, Inhouse-Seminare, Weiterbildung zum Barrierefreien Bauen

Fehlerteufelchen