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Förderung/Finanzierung wie angehen?

Beitrag Förderung/Finanzierung wie angehen?

Autor: Hardy Seins Antworten: 6 letzte Antwort: 2013-08-22 07:40:27 von Sonja Hopf

AutorBeitrag
Beitrag
Hardy Seins
erstellt:
03.03.2013 21:26:30

Förderung/Finanzierung wie angehen?

Ich habe seit einigen Jahren MS und seit geraumer Zeit Probleme mit dem Gehen. Jetzt habe ich auf Grund meiner Gehschwierigkeiten einen Schwerbehindertenausweis mit 50% und dem Merkzeichen G.
Auf Grund meiner Zukunftsaussichten, bei denen ich einen Rollstuhl für nicht unwahrscheinlich halte, möchte ich den Eingangsbereich meines selbst genutzten Hauses mit einer Rampe ausstatten. Des Weiteren möchte ich den Zugang von der Terrasse in den Garten ebenfalls mit einer Rampe ausstatten. Die Höhen, die zu überwinden sind, betragen 5 Treppenstufen zu meinen Hauseingang und ca. 1,20m, um in den Garten zu gelangen.

Jetzt habe ich mich informiert und schon erfahren, dass ich vor Beginn aller Baumaßnahmen eine Förderung beantragen muss. Zur Zeit bin ich dabei, Angebote für den entsprechenden Umbau einzuholen.

Was ich aber noch nicht verstanden habe:
Wie genau muss ich vorgehen, um die optimale Förderung zu erhalten? Nur einen Kredit über die KFW oder auch über den Rentenversicherungsträger oder die Krankenkasse? Wie gehe ich das am besten an? Gibt es Anlaufstellen (Ämter, Verbände, ...???), an die ich mich zusätzlich wenden kann?

Ich wohne in Wolfenbüttel/Niedersachsen.

... auf nullbarriere.de

Wie bekommt man tatsächlich den KfW-Kredit?

Antworten

Beitrag
Ralf
erstellt:
08.03.2013 11:38:56

Sie müssen zuerst einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse bzw. Pflegekasse stellen. Dort bekommen Sie pro Projekt, also pro Umbaumaßnahme, einen Zuschuß bis zu 2554 Euro. Diesen kann man für insgesamt 4 Projekte bei der Umgestaltung der häuslichen Umgebung verwenden.
Sollten die finanziellen Mittel noch nicht ausreichen, gehen Sie zu Ihrer Hausbank und sagen, dass Sie einen Antrag über die Hausbank für die KfW-Mittel Altersgerechter Umbau 159 benötitgen.
Hier gibt es momentan einen Zinssatz von ca. 1% pa..
Ihre Hausbank muss Ihren Antrag auf jeden Fall weiterleiten. Bleiben Sie hartnäckig, sonst wird man Sie "abspeisen".

Bleiben Sie auch bei den Krankenkassen hartnäckig, diese informieren nicht ohne Nachfragen über Möglichkeiten der Finanzierung von Hilfsmitteln.
Wichtig ist erst einmal, dass Sie den Antrag stellen. Sie brauchen jetzt nur noch ein Angebot von einer ausführenden Firma für Ihre geplanten Umbaumaßnahmen.

Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
10.03.2013 13:34:17

Hinweise zur Finanzierung von Wohnungsanpassungsmaßnahmen finden Sie auf unserer Internetseite.

... auf nullbarriere.de

Fördermittel für Umbau und Neubau

Beitrag
Ralf
erstellt:
28.03.2013 12:24:45

Meine Handlungsvorschläge:
als erstes stellt man die Anträge bei den Krankenkasse für jede Umbaumaßnahme einzeln somit ist es jedes mal 2554 Euro als Höchstbeitrag immer im Verhältnis Ihres Einkommens
sollte das nicht reichen, stellen Sie bei Ihrer Hausbank einen Kreditantrag über die KfW Mittel (hartnäckig bleiben) und für alles gibt es auch einen richtig guten Pflegedienst in Ihrer Nähe, der die Anträge auch mit Ihnen stellen kann.

Sie haben doch bestimmt schon eine Pflegestufe bzw. eine bzw. verschiedene Behandlungspflege?

Viel Energie bei der Umsetzung!

Sollte keiner mit Ihnen die Anträge ausfüllen, können Sie auch zu den zuständigen Kassenmitarbeitern gehen, nur sollten Sie auch hier aufpassen, die sprechen immer von nur einmal 2.554 Euro aber es sind 4mal 2.554 Euro.

Viel Erfolg

Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
28.03.2013 18:00:31

Was ist eine Maßnahme?

Von der Pflegekasse wird der Zuschuss von 2.557 Euro auf Antrag je Maßnahme geleistet. Dabei gilt, dass alle Maßnahmen zusammen, die zum Zeitpunkt, zu dem der Zuschuss gewährt wird, als EINE Maßnahme gelten, d.h. auch verschiedene Einzelmaßnahmen gelten als EINE Maßnahme im Sinne des Gesetzes; auch, wenn durch die jeweils notwendigen Einzelmaßnahmen unterschiedliche Ziele erreicht werden und zwar dort wo der Lebensmittelpunkt ist (zu Hause). Ändert sich die Pflegesituation ist eine erneute Beantragung möglich und es kann wiederholt ein Zuschuss von bis zu 2.557 Euro gewährt werden.

Beitrag
Uwe Doetzkies
erstellt:
22.08.2013 01:56:36

>> Was ist eine Maßnahme?

Bitte zum Verständnis: Wenn ich z.B. einen Aufzug einbauen möchte, die Küchenbarrieren entfernen möchte und das Bad umbauen muss und alles gleichzeitig angehe, zählt das nur als eine Maßnahme und ich bekomme "nur einen" Zuschuss von 2557?

Baue ich aber erst einmal einen Aufzug ein, wenn das erledigt ist, baue ich das Bad um und wenn das fertig ist, nehme ich mir die Küche vor. Dann kann ich 3 x 2557 Euronen erhalten? Ja oder nein? - Und wo kann man das vielleicht nachlesen...


Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
22.08.2013 07:40:27

Was als eine Maßnahme gilt, habe ich in meiner Antwort zu dieser Frage vom 28.03.13 geschrieben. Ich erläutere jetzt ihre Frage noch einmal etwas umfangreicher:
Es werden alle baulichen Veränderungen, die das Wohnumfeld des Pflegebedürftigen verbessern, zusammen als "eine (= 1) Maßnahme" betrachtet.
Bad / WC - z.B. Anpassung der Einrichtungsgegenstände, Badewanneneinstiegshilfe, Beseitigung von Stolper-, Rutsch- und Sturzgefahren; Handläufe.
Ändert sich die Pflegesituation (Rollstuhlnutzung), können weitere Umbauten, ev. wieder "eine Maßnahme", beantragt werden.
Einbau einer Dusche (wenn Badewanne ohne Hilfe nicht mehr benutzbar ist), bodengleicher Zugang zur Dusche, Sitzhöhenanpassung der Toilette oder/und des Waschbeckens;
Fahrstuhl / Aufzug; Türverbreiterung; Küche - z.B. Absenkung von Küchenschränken, Arbeitsplatte, Herd usw., herausfahrbare Unterschränke

Dazu bedarf es einer erneuten Verordnung, bzw. Gutachten.

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