HomeForumFinanzierung und FördermittelWer muss eine automatische Feststellanlage an Brandschutztüren finanzieren?

Wer muss eine automatische Feststellanlage an ...

Beitrag Wer muss eine automatische Feststellanlage an Brandschutztüren finanzieren?

Autor: Anonym Antworten: 1 letzte Antwort: 2012-02-19 17:09:40 von Helga Baasch

AutorBeitrag
Beitrag
Anonym
erstellt:
18.02.2012 09:00:44

Wer muss eine automatische Feststellanlage an Brandschutztüren finanzieren?

Ich arbeite in einem Landesministerium und bitte zu
folgendem Problem/ folgender Fragestellung einen für uns unterstützenden Hinweis:

Der Vermieter/Eigentümer des Dienstgebäudes hat zwei behindertengerechte Brandschutztüren im Flur einbauen lassen. Da diese aufgrund der unhandlichen und schweren Öffnungsweise nur mit großem Kraftaufwand zu bedienen sind (für Rollstuhlfahrer nahezu unmöglich), möchten wir als Mieter nun die Türen mit einer automatischen Feststellanlage versehen.
Diese sorgt für das automatische Schließen der Türen im Falle der
Rauchentwicklung.

Die Frage bezieht sich nun auf die Kostentragung:
Gibt es eine Vorschrift, die den Eigentümer verpflichtet die Kosten für solche Umrüstungsmaßnahmen im Sinne der Barrierefreiheit für sein Objekt zu übernehmen? Oder ist der Mieter grundsätzlich für die Einrichtung von Feststellanlagen sowie die Kostenübernahme zuständig?

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
19.02.2012 17:09:40

Expertenseite

Seit Oktober 2010 gibt es die neue DIN 18040, Barrierefreies Bauen -
Planungsgrundlagen, Teil 1 Öffentlich zugängliche Gebäude. Dort heißt es
u.a., Zugangsbereiche müssen barrierefrei erreichbar sein.
Unter 4.3.3.3 Anforderungen an Türkonstruktionen heißt es:
Werden Türschließer verwendet, darf die Größe 3 nach DIN EN 1154 nicht
überschritten werden, andernfalls sind, z.B. bei Feuerschutz- oder
Rauchschutztüren, Feststellanlagen oder Freilauftürschließer
erforderlich.
Z.Z. gibt es keine zwingenden Gründe, dass der Vermieter die Anforderungen an barrierefreie Türkonstruktionen bei öffentlichen Gebäuden gemäß DIN 18040 zu realisieren hat. Die DIN 18040, Teil 1 beschreibt die Anforderungen, ist aber bisher „nur“ eine Empfehlung und beschreibt den Stand der Technik. Diese Empfehlung kann, aber muss nicht vom Vermieter realisiert werden. Sobald die Norm in die Technischen Baubestimmungen eines Bundeslandes übernommen ist, wird aus der Empfehlung ein Gesetz und muss beachtet werden.

Die DIN 18040, Teil 1 ersetzt die DIN 18024, Teil 2.
Erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Landesministerium über den gegenwärtigen Stand der Rechtssprechung.

Barrierefreie TürschwellenHebebühne mit einer max. Tragkraft von 320 kgAAL-System, intelligentes HausnotrufsystemOrtsunabhängiges mobiles NotrufsystemSchwellenrampen, Rollstuhlrampen aus Stahl und AluminiumMobiler Hublift / Hebebühne bis 1 m

Symbole

Beiträge: Beitrag Beitrag Neuer Beitrag Neuer Beitrag Wichtiger "Sticky" Beitrag, keine Antworten möglich Wichtiger "Sticky" Beitrag, keine Antworten möglich Beitrag noch nicht moderiert! Beitrag noch nicht moderiert!

Moderator

Logo: Alles barrierefrei bauen

Alles barrierefrei bauen

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

Expertenseite

Inhouse-Seminar

Weiterbildung Sie möchten Ihre Mitarbeiter, Vertriebspartnern oder Kunden die Möglichkeit geben, sich zum aktuellen Stand von Normen und Gesetzen auf dem Gebiet des barrierefreien Bauens informieren?

Fachvortrag, Inhouse-Seminare, Weiterbildung zum Barrierefreien Bauen

Fehlerteufelchen