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Abstandsflächen für Behindertenlifts - Sondergenehmigung

Beitrag Abstandsflächen für Behindertenlifts - Sondergenehmigung

Autor: Carmen Schröder Antworten: 2 letzte Antwort: 2012-06-27 17:06:16 von CAMA

AutorBeitrag
Beitrag
Carmen Schröder
erstellt:
11.06.2012 13:58:48

Abstandsflächen für Behindertenlifts - Sondergenehmigung

Ich möchte gerne ein Zweifamilienhaus barrierefrei umbauen.
Es gibt allerdings nur die Möglichkeit, einen Senkrechtlift im Eingangsbereich vor die Außenwand zu platzieren. Die Aussenmaße des Liftes mit Selbsttragendenschacht sind allerdings um ca 16cm zu groß, um die Abstandsfläche von 3m zur Grundstücksgrenze einzuhalten. Gibt es vieleicht die Möglichkeit, über eine Sondergenehmigungsverfahren eine geringere Abstandsfläche annehmen zu dürfen?

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
15.06.2012 16:42:40

Expertenseite

Ich empfehle Ihnen, sich mit Ihrer Genehmigungsbehörde in Verbindung zu setzen und in Abstimmung mit dem Grundstücksnachbarn eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen..

Beitrag
CAMA
erstellt:
27.06.2012 17:06:16

Mit dieser Problematik haben wir tagtäglich zu tun in unserem Geschäftsbetrieb.

In der Regel gibt es aber auch hier die Möglichkeit, etwas zu bewirken.

Wichtig ist ,dass Sie mit Ihrem Nachbarn, der von der Abstandsverminderung betroffen ist, zuerst einmal ein Gespräch führen.

Dieses fällt um so leichter, wenn man mit ihm vorher eine gute nachbarschaftliche Beziehung gepflegt hat.

Machen Sie ihm Ihre Situation klar und zeigen Sie ihm an Hand von Beispielen, Fotos, Zeichnunge, etc. wie diese Einschränkungen von seiner Seite aus wahrgenommen würden.

Wenn Ihr Nachbar sich bereit erklärt und ihnen diese auch so bestätigt, müssen Sie mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter auf dem Bauamt unter Vorlage der Genehmigung Ihres Nachbarn Kontakt aufnehmen.

In der letzten Zeit kommt es aber immer häufiger vor, dass Bauämter einen entsprechenden Grundbucheintrag von Ihrem Nachbarn verlangen, in welchem diese Baulast in das Grundbuch eingetragen wird. Ihr Nachbar erklärt und verpflichtet sich damit, die verlorene Abstandfläche zu seinen Lasten auf seinem Grundstück nicht zu bebauen.

Im Klartext bedeutet dies, wenn Sie die 16 cm überbauen, bekommt ihr Nachbar in seinem Grundbuch eingetragen, dass er dieser 16 cm zu seinen Abstandflächen hinzurechnen muss. Also wenn er einen Anbau erstellt zum Beispiel und dieser normal bis auf 3 Meter an Ihre Grenze gebaut werden könnte, muss er nun 3,16 m Bebauungsabstand einhalten.

Diese Benachteiligung führt vermehrt dazu, dass die Nachbarn in der Regel Ihre Einwilligung versagen, da es für sie ja Nachteile mit sich bringt, wenn Sie einmal Ihr Grundstück veräußern wollen. Und hier eine Einschränkung vorliegt im Grundbuch, die nicht aufzuheben ist.

Es sei denn, Sie bauen irgendwann einmal Ihren Auzfug ab und stellen damit den Urzustand wieder her.

Eine ander Möglichkeit wäre es, einen Aufzug zu suchen der diese 16 cm, kürzer, aber dennoch für Ihre Bedürfnisse ausreichend wäre.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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