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Beseitigung einer "Beetbarriere" im Eingangsbereich

Beitrag Beseitigung einer "Beetbarriere" im Eingangsbereich

Autor: Gunnar Kohleick Antworten: 3 letzte Antwort: 2011-05-31 14:20:04 von Gunnar Kohleick

AutorBeitrag
Beitrag
Gunnar Kohleick
erstellt:
30.05.2011 14:34:12

Beseitigung einer "Beetbarriere" im Eingangsbereich

Mit einer gewissen Sorge sehe ich im Gelände des Altenheims, in dem mein Vater wohnt, riskante Barrieren. Das Gespräch mit den Verantwortlichen der Einrichtung hat nichts gebracht, es sei alles im Normbereich.
Vater hat eine Restsehfähigkeit von 3%, ist dement und Rollatornutzer.
Ein Beispiel für eine besondere Gefahrenquelle:
Es gibt eine "Beetbarriere" direkt vorm Zugang zum Haupteingang. Das Beet liegt bei trüberem Wetter noch im Dunklen.
An wen kann ich mich wegen der Beseitigung dieser Gefahrenquelle wenden?

Antworten

Beitrag
Gunnar Kohleick
erstellt:
30.05.2011 20:07:34

Habe inzwischen die Heimleitung aufgefodert, die Barriere zeitnah zu entfernen. Bis zur Sicherstellung der Barrierefreiheit erwarte ich Begleitung bei allen Bewohnern.

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
31.05.2011 09:26:37

Expertenseite

Die gesetzliche Grundlage für die Wohnqualität des Altenheimes, in dem Ihr Vater wohnt, ist in NRW das "Gesetz über das Wohnen mit Assistenz und Pflege in Einrichtungen (Wohnteilhabegesetz - WTG) vom 18.November 2008".
§11 formuliert die Anforderungen an die Wohnqualität. Dort heißt es u.a., dass die Wohnqualität sich an den Bedürfnissen der pflegebedürftigen Menschen ausrichten muss. Dazu zählen insbesondere Sicherheit, Barrierefreiheit und Möglichkeiten der Orientierung.
Die Eingangsgestaltung mit dem Blumenbeet verstößt auch nach meiner Meinung insbesondere für Menschen mit starker Sehbehinderung und für demente Menschen gegen diese Forderungen.
In der neuen DIN 18040, "Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen -, Teil 1 Öffentlich zugängliche Gebäude (veröffentlicht im Oktober 2010 und Teil 2 Wohnungen (Entwurf, soll im August des Jahres erscheinen) wird gefordert, dass Ausstattungselemente (dazu zählen auch Blumenbeete im Eingangsbereich) nicht in die Verkehrsflächen ragen dürfen.
Wenn nach Meinung der Heimleitung dieses Blumenbeet zur Gestaltung des Eingangsbereiches erforderlich ist, muss zur Sicherheit der Heimbewohner, die das Hindernis im Eingangsbereich sehr schlecht oder nicht erkennen können, dieses Ausstattungselement deutlich im Stehen, das heißt kontrastreich, erkennbar sein.
Nach meiner Meinung erfüllen größere blühende Pflanzen in hohen Blumenkübeln diese Funktion.
In den Pflegeeinrichtungen werden nach dem Wohnteilhabegesetz die Rechte der Bewohner durch einen Beirat vertreten. Sie haben sich mit diesem bereits in Verbindung gesetzt. Ich gehe davon aus, dass diese Gefahrenquelle, inbesondere für Ihren Vater, bald beseitigt wird.

Beitrag
Gunnar Kohleick
erstellt:
31.05.2011 14:20:04

Heute ist der Tag der Offenen Tür in der Einrichtung. Es zeichneten sich Veränderungen ab, das Beet wurde z.B. um einen großen Stein erweitert. So fällt man zumindest anders als ohne diesen.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

16761 Hennigsdorf OT Stolpe-Süd

Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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