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Barrierefreier Anbau contra Gestaltungssatzung

Beitrag Barrierefreier Anbau contra Gestaltungssatzung

Autor: Herr Fölger Antworten: 1 letzte Antwort: 2011-02-25 08:21:58 von Helga Baasch

AutorBeitrag
Beitrag
Herr Fölger
erstellt:
25.02.2011 08:14:16

Barrierefreier Anbau contra Gestaltungssatzung

Wir bewohnen als Eigentümer ein ehemaliges Zechen-Einfamilienhaus in einer ehemaligen Bergarbeitersiedlung, für die eine Gestaltungssatzung besteht. Ein barrierefreier Anbau für unser schwerbehindertes Kind ist hier zwingend erforderlich. In der bestehenden Satzung ist ein solcher Fall nicht vorgesehen, d. h. bezüglich Anbauten gibt es darin kein ausdrückliches Verbot, jedoch die Auflage, dass das äußere Erscheinungsbild der Siedlung erhalten bleiben soll. Zu erwähnen ist, dass unser Haus von der Straße aus nicht sichtbar ist, also auch ein Anbau nicht zu sehen wäre (Hausviertel/Kreuzgrundriss). Bisherige Anfragen bei Bauamt und Planungsamt ergaben, dass aufgrund dieser Gestaltungssatzung eine Genehmigung verweigert würde und die schwere Mehrfachbehinderung unseres Kindes unerheblich sei. Wir können nicht nachvollziehen, dass es hier keine Sonderregelung bzw. Einzelfallentscheidung geben kann. Wir würden gerne Meinungen von anderen Nutzern des Forums dazu erfahren.

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
25.02.2011 08:21:58

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"Die Begründung für Ihren Bauantrag auf bauliche Änderungen an Ihrem Haus durch einen Anbau finden Sie im Behindertengleichstellungsgesetz Nordrhein-Westfalen (BGG NRW), § 7, (2) Absatz 1 gilt auch für sonstige bauliche oder andere Anlagen im Sinne von § 4. Um ihren Anbau realisieren zu können, weil Ihr Haus einer Gestaltungssatzung unterliegt und Sie deswegen keine Zustimmung zu Ihrem Anbau vom Bauamt bekommen, müssen Sie sich Verbündete suchen, um eine Änderung der Gestaltungssatzung zu erreichen, damit Sie aus Ihrem Haus mit Ihrem Kind nicht ausziehen zu müssen. Verbündete könnten sein: Pflegekasse/Pflegestützpunkt , Wohnberatungsstellen in NRW, Landesarchitektenkammer, Behindertenbeirat der Stadt Lünen, Behindertenbeauftragter NRW sowie Presse (Zeitung, Radio, Fernsehen). Vielleicht bekommen Sie von einem Nutzer des Forums einen Hinweis, wie Sie Ihre Baumaßnahme auch auf rechtlichem Weg mit Hilfe eines Ombudsmannes in kurzer Zeit realisieren können.

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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