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Beitrag Absturzsicherung an barrierefrei geplanter Fußgängerüberführung mit anschließender Rampenanlagen

Autor: Alexandra Zäuner Antworten: 1 letzte Antwort: 2014-01-20 12:52:00 von Bernhard Kohaupt

AutorBeitrag
Beitrag
Alexandra Zäuner
erstellt:
14.01.2014 12:59:51

Absturzsicherung an barrierefrei geplanter Fußgängerüberführung mit anschließender Rampenanlagen

Wir planen eine großzügige Fußgängeranlage über eine Bundesstraße. Zu beiden Seiten hin sollen großzügige Fußgängeranlagen in Form von Treppenanlagen und Rampenanlagen gebaut werden. Die Rampenlängen betragen entsprechend der max. Längsneigung und den dazugehörigen Ruhepodesten zwischen 110 und 200 m. Der zu überwindende Höhenunterschied beträgt ca.5 m. Da die Fußgängeranlage in städtischem Gebiet liegt und ein hoher gestalterischer Anspruch besteht, möchten wir die Absturzsicherungen in Form von Geländeranordnungen so weit wie möglich reduzieren und stattdessen auf flachere Böschungsausbildungen setzen. In welchen Vorschriften finden wir dazu die nötigen Planungsgrundlagen?
In der DIN 18065?
Uns liegt die HBVA vor.
Außerdem habe ich noch die Frage, ob bei den o.g. Rampen, die 3 m breit sind und im Radius verlaufen, die Absturzsicherung an der Außenseite ausreichend ist, oder ob grundsätzlich beide Seiten mit Geländer versehen werden müssen?

Antworten

Beitrag
Bernhard Kohaupt
erstellt:
20.01.2014 12:52:00

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Die Ausführung von Rampen ist in der DIN 18040-1 geregelt. Auch die DIN 18040-3 (der Entwurf, aber das wird sich auch bei der endgültigen Norm nicht ändern) verweist hier auf den Teil 1, die Regelung git also auch für den öffentlichen Raum. Dort heißt es, unter 4.3.8.3 Radabweiser und Handläufe:

An Rampenläufen und -podesten sind beidseitig in einer Höhe von 10 cm Radabweiser anzubringen.
Radabweiser sind nicht erforderlich, wenn die Rampen seitlich durch eine Wand begrenzt werden.
Es sind beidseitig Handläufe vorzusehen.
Die Oberkanten der Handläufe sind in einer Höhe von 85 cm bis 90 cm über OFF der Rampenläufe und -podeste anzubringen.
Die Handläufe sind so zu gestalten, dass sie griffsicher und gut umgreifbar sind und keine Verletzungsgefahr besteht. Das wird erreicht mit
z. B. rundem oder ovalem Querschnitt des Handlaufs und einem Durchmesser von 3 cm bis 4,5 cm;
einem lichten seitlichen Abstand von mindestens 5 cm zur Wand oder zu benachbarten Bauteilen;
Halterungen, die an der Unterseite angeordnet sind;
abgerundetem Abschluss von frei in den Raum ragenden Handlaufenden z. B. nach unten oder zu einer Wandseite.
Handläufe und Radabweiser sind also beidseitig erforderlich, damit Menschen sich festhalten können. Eine Absturzsicherung ist das natürlich nicht. Die ist in der jeweiligen Landesbauordnung geregelt und ist unabhängig von den Kriteien der Barierefreiheit auszuführen.


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