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Behindertenparkplatz bei Umbau Rathausvorplatz

Beitrag Behindertenparkplatz bei Umbau Rathausvorplatz

Autor: Randolf Genz Antworten: 2 letzte Antwort: 2010-12-10 13:12:58 von Sonja Hopf

AutorBeitrag
Beitrag
Randolf Genz
erstellt:
08.12.2010 11:18:55

Behindertenparkplatz bei Umbau Rathausvorplatz

Unser Rathausvorplatz wurde vollig neu umgebaut und es wurden ca 25 Parkplätze geschaffen. Leider kein Behindertenparkplatz.
Wäre oder ist das nicht vorgeschrieben nach DIN 18024 mit 1% der Parkplätze oder mind. 2 barrierefreien Parkplätzen.

Für diese Umgestaltung des Rathausvorplatzes gab es bestimmt irgendwelche öffentlichen Gelder und Zuschüsse.

Für Behindertenparkplätze gibt es bestimmt einen höheren Zuschuss als für normale Parkplätze, da diese ja größer sind und evtl. auch überdacht.

Wenn Behindertenparkplätze nach DIN vorgeschrieben sind, aber keine errichtet wurden, für die evtl. Zuschüsse geflossen sind, wo ist das Geld? Darf dieses Geld auch für etwas anderes genutzt werden?

Oder ist man von der DIN 18024 "befreit", wenn das Rathaus für Rollifahrer eh nicht erreich- und betretbar ist , weil es keine Rampe gibt?

Das Rathaus soll in den kommenden Jahren modernisiert werden mit behindertengerechten Zugangsmöglichkeiten.

Antworten

Beitrag
Helga Baasch
erstellt:
10.12.2010 12:20:20

Expertenseite

Rathäuser gehören zu öffentlich zugänglichen Gebäuden und müssen, falls es in der Landesbauordnung gefordert wird, beim Neu- und Umbau barrierefrei zugänglich sein. Planungsgrundlage hierfür ist die DIN 18040. Teil 1, die im Oktober 2010 veröffentlicht wurde. Die barrierefreie Erreichbarkeit des Rathauses ist gegeben, wenn alle Haupteingänge stufen- und schwellenlos erreichbar sind. Dieser Umbau soll ja im nächsten Jahr erfolgen. Es sollte selbstverständlich sein, dass ein Parkplatz am Rathaus auch PKW-Stellplätze für Menschen mit Behinderungen hat. Planungsgrundlage für die Gestaltung dieser Parkplätze ist die oben genannte Norm. Verantwortlich für die Einordnung dieser Parkplätze und die Anzahl sind die Entscheidungsträger Ihrer Stadt. Sie sollten sich Verbündete, wie z.B. Behindertenbeauftragte der Stadt bzw. des Bundeslandes oder Betroffenenvereine, suchen und die Einordnung von Behindertenparkplätzen auf dem Parkplatz an Ihrem Rathaus fordern.

... auf nullbarriere.de

DIN 18040-1 Wege, Plätze, Zugang

Beitrag
Sonja Hopf
erstellt:
10.12.2010 13:12:58

In jedem Land gibt es eine Landesbauordnung. Stellplätze sind auch meist enthalten.
In einigen Bundesländern wurde die Norm DIN 18024-1 eingeführt (siehe Liste der Technischen Baubestimmungen).
Sollte der Punkt 16 dabei sein wird für die Stellplätze folgendes gefordert: 3% der Pkw-Stellplätze, mindestens ein Stellplatz, müssen nach DIN 18025 ausgebildet sein. Bei Längsparkplätzen muss mindestens ein Pkw-Stellplatz 750 cm lang und 250 cm breit sein. Borde müssen in ganzer Breite auf einer Höhe von 3 cm abgesenkt, taktil und optisch kontrastierend wahrnehmbar gekennzeichnet sein.
Im übrigen regelt die Kennzeichnung und Anzahl der Parkplätze die Verkehrsbehörde, das Tiefbauamt oder die Stadtordnung. (Verwaltungsvorschrift)

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch

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Frau Dipl.-Ing. Helga Baasch ist Architektin und Spezialistin für Barrierefreies Bauen. Sie berät Bauherren, Planer und Betroffene.

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