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Rollstuhlrampe - ab wann Geländer

Beitrag Rollstuhlrampe - ab wann Geländer

Autor: drechsel Antworten: 1 letzte Antwort: 2015-04-07 08:24:16 von Bernhard Kohaupt

AutorBeitrag
Beitrag
drechsel
erstellt:
02.04.2015 12:15:00

Rollstuhlrampe - ab wann Geländer

Als Freianlagenplaner stellt sich mir oft die Frage, ab wann habe ich eine Rampe (inkl. Radabweiser, Geländer etc.) und bis wann ist es einfach ein Weg mit erhöhtem Gefälle.

Ab wann fällt eine geneigte Fläche unter die DIN 18024 bzw. DIN 18040-1 und bis wann ist sie ein Weg, der ohne Geländer etc. gebaut werden darf?

Beispiel:
A: ein Weg mit 5% Gefälle und 15m Länge entlang einer Straße.

B: eine Rampe mit 5% Gefälle und 8m Länge innerhalb einer Stufenanlage.

Ist es die jew. Umgebung, die eine Rampe zu einer Rampe nach DIN 18024 bzw. DIN 18040-1 macht?

Antworten

Beitrag
Bernhard Kohaupt
erstellt:
07.04.2015 08:24:16

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Eine Norm kann nicht alle Fälle erschöpfend regeln. Deshalb stellt die DIN 18040-3 das jeweilige Schutzziel voran: Die Neigungsverhältnisse von für den Fußgängerverkehr vorgesehenen Flächen müssen für Menschen mit motorischen Einschränkungen, insbesondere für Rollstuhl- und Rollatornutzer, so beschaffen sein, dass die Flächen eigenständig und sicher nutzbar sind.
Nach den im nächsten Abschnitt genannten Grenzen ist theoretisch alles über 3% Neigung eine Rampe, bei Gehwegen sind aber auch 6 % bis zu 10 m Länge zulässig. In der Praxis muss man damit dann etwas flexibler umgehen, gemäß dem o.g. Schutzziel. Ich würde dann 5 % Neigung auch bis zu vielleicht 12 m Länge akzeptieren. Natürlich könnte eine Norm auch ein Diagramm zur Interpolation zeigen, das ist in diesem Fall aber nicht geschehen.
Hier ist der Planer selbst gefordert, abzuwägen.

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