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Professionelle Farbgestaltung für mehr Lebensfreude in Altenheimen




Farbgestaltung soll dazu beitragen, dass sich Bewohner in Altenheimen geborgen, sicher, vertraut und wohl fühlen, die Umgebung genügend Anregung gibt aber auch Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten bietet. Die Räume müssen wohnlich, harmonisch und behaglich sein. Farbe kann der Schlüssel sein zu Kommunikation und Kontaktaufnahme, Orientierung und Stabilisierung, Konzentration und Aufmerksamkeit, Auslöser von Emotion und Erinnerung.
Eine differenzierte Farbgestaltung wirkt gegen Uniformität und Anonymität und betont Individualität.

Farbensehen ist ein Akt sinnlicher Wahrnehmung. Jeder Mensch hat bewusst und unbewusst eine persönliche Farbwahrnehmung gespeichert, die sich aus Assoziationen und persönlichen Erlebnissen, kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren und dem so genannten "kollektiven Unbewussten" - Urprägungen aus der Frühzeit des Menschen - zusammensetzt. Farbe kann auf unterschiedlichen Ebenen erlebt werden, z.B. auf biologischer Ebene, psychischer Ebene oder ganz bewusst durch Farbsymbolik oder Modetrends.

Interessant sind z.B. biologische Reaktionen auf Farben, die auf energetischer Ebene funktionieren. In Versuchen wurde nachgewiesen, dass Menschen, die sich in einem blauen Raum aufhalten, niedrigeren Pulsschlag bekommen und schneller frieren, während bei Menschen in einem roten Raum ein höherer Pulsschlag messbar ist und das subjektive Wärmeempfinden bis zu 3° höher ist. Jeder Farbton sendet bei Licht spezifische messbare Schwingungen aus, die zum Zwischenhirn und zur Hypophyse geleitet werden, die wiederum die Hormonausschüttung und damit das Nervensystem beeinflussen. Die Farbtherapie nutzt solche Phänomene zur Heilung.

Die Psychologie arbeitet mit dem Wissen, dass Farbwahrnehmung die Bereiche des Denkens, Fühlens und Wollens anspricht und Erinnerungen weckt. Der Erfolg der positiven Beeinflussung der Befindlichkeit von älteren Menschen kann bei der Farbgestaltung ansetzen.

Die bei älteren Menschen auftretenden Veränderungen im Sehvermögen müssen dabei berücksichtigt werden. Die Trübung und das Vergilben der Augenlinse im Alter beeinträchtigt das Farbensehen. Untersuchungen zeigen, dass Violett, Blau und Grün verblasst wahrgenommen werden. Das bedeutet, dass diese Farben in kräftigeren Nuancen eingesetzt werden können. Ältere Menschen benötigen darüber hinaus bis zu 3,5 Mal stärkere Kontraste als junge Menschen, um einen Gegenstand in seinem Umfeld zu erkennen. Hinzu kommt eine gesteigerte Empfindlichkeit im Alter gegenüber Blendungen. In Altenheimen verstärkt auftretende psychische Erkrankungen wie z.B. Depressionen können durch eine ausgleichende Farbgestaltung und Materialeinsatz positiv beeinflusst werden.

Ein Farbkonzept muss gezielt erarbeitet werden und möglichst sämtliche Elemente des Raumes umfassen: Boden, Wand, Decke, Möblierung, Textilien usw.
Nur ein ausgewogenes Verhältnis zwischen unterschiedlichen Farben, Kontrasten und neutralen Farbbereichen (Weiß), ergibt ein angenehmes Raumgefühl. Einseitige Farbgestaltung ohne ausgleichende Elemente führt zu übersteigerten Farbwirkungen besonders bei dementen Menschen, die ihre Gefühle nicht mehr so gut kontrollieren können.

Die Wirkung von Räumen auf den Menschen ist sehr vielschichtig und muss in Altenheimen besonders bei Demenzerkrankten mit viel Wissen und Fingerspitzengefühl bewusst geplant werden. Zudem sind für spezielle Raumprobleme oft außergewöhnliche Lösungen gefragt.
Hier geht es definitiv nicht um den persönlichen Geschmack des Architekten, sondern um wissenschaftlich fundierten Einsatz von umweltpsychologischen Aspekten für die Raumplanung, um echte "Lebensräume" zu schaffen.


Beispiele für Farbgestaltung in Altenheimen: vorher - nachher

Planungen: DOPPELPUNKT - wir gestalten Lebensräume


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Frau Dipl.-Ing.(FH) Sandra Grimm

75210 Keltern

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