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Wohnberatung und Altenarbeit

 
Susanne Tyll

Dortmunder Seminare zu Wohnberatung und Altenarbeit


Die Dortmunder Seminare sind eine Veranstaltungsreihe für Beratungskräfte in Altenarbeit und Wohnberatung. Deren Aufgaben (Beratung und Begleitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Vernetzung) erfordern eine breite Qualifikation: Grundwissen in Sozialarbeit, Gerontologie, Psychologie, Medizin, Pflege, Rehabilitation, Architektur und Technik. Da es keine eigenständige Ausbildung für Wohnberatung gibt, ist eine regelmäßige Qualifizierung für Wohnberatungskräfte notwendig.


In monatlichen Seminaren werden aus der Praxis für die Praxis unterschiedliche Kompetenzen der Wohnberatung vermittelt:

Fachkenntnisse wie Inhalte und Arbeitsweise von Wohnberatung, Grundlagen der sozialen Gerontologie, Kenntnisse über Unfallgeschehen in der Wohnung, therapeutische Möglichkeiten und Hilfsmittel sowie Finanzierungskenntnisse; methodische Kenntnisse und Fähigkeiten wie Konzeptionsentwicklung und -umsetzung, Beratungstechniken (auch für Hausbesuche), Vortragsgestaltung und Präsentationstechniken, Leistungsdokumentation; persönliche Kompetenzen wie Sozialkompetenz, Kooperationsfähigkeit und -bereitschaft sowie das Erkennen der eigenen Grenzen.
Außerdem gibt es die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches mit Kolleginnen und Kollegen aus Kommunen, Kreisen, Wohlfahrtsverbänden sowie freien Trägern aller Bundesländer.

Die Dortmunder Seminare werden in Zusammenarbeit mit dem Kreuzviertel-Verein in Dortmund, einer der ältesten Wohnberatungsstellen in Deutschland, und der Katholischen Bildungsstätte Dortmund durchgeführt.

Folgende Seminare werden von Januar bis Juni 2012 angeboten:

  • Einführungsveranstaltung für neue Wohnberatungskräfte
  • Badezimmer - Technische Möglichkeiten der Wohnungsanpassung
  • Hörgeschädigte Menschen in der Beratung
  • "Nicht mehr wegzudenken" - Vernetzung der Wohnberatungsarbeit
  • Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung
  • Öffentlichkeitsarbeit in der Wohnberatung
  • Wohnberatung auf dem Lande

Rahmenbedingungen und Kosten für die Dortmunder Seminare

Die Veranstaltungen finden in der Katholischen Bildungsstätte im Katholischen Centrum, Propsteihof 10, 44137 Dortmund statt.

Die Teilnahme kostet pro Tag und Teilnehmer/in EUR 101,15 inkl. 19% MwSt. Alle Teilnehmer/innen, die bereits an einer Veranstaltung der Dortmunder Seminare teilgenommen haben, erhalten 10% Rabatt. Bei Teilnahme an drei oder mehr Veranstaltungen pro Halbjahr gibt es einen zusätzlichen Rabatt von 20% für die dritte und jede weitere Veranstaltung.

Für Architekt/innen, die eine Teilnahmebescheinigung mit Anerkennung durch die Architektenkammer NRW wünschen, kostet die Teilnahme 5,00 EUR mehr, da die Anerkennung mit Gebühren verbunden ist.

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen gilt als verbindlich, d.h. der Seminarpreis ist voll zu begleichen, wenn bis 10 Tage vor Veranstaltungstermin keine Absage erfolgt. Die Teilnehmenden erhalten nach jeder Veranstaltung ein Protokoll sowie eine Teilnahmebescheinigung.

Bitte melden Sie sich auf dem beiliegenden Formular bis 14 Tage vor der jeweiligen Fortbildungsveranstaltung an. Die Rechnung erhalten Sie am Veranstaltungstag.

Die Seminare sind für Teilnehmende aus NRW bildungsscheckfähig. Nähere Informationen unter www.arbeit.nrw.de. Teilnehmende aus allen Bundesländern können die Bildungsprämie erhalten.

Alle Veranstaltungen, bis auf die zur Hörbehinderung, sind als Fortbildungen für Architekt/innen und Innenarchitekt/innen von der Architektenkammer NRW anerkannt (jeweils 8 USt. pro Veranstaltung).



Veranstaltungen für den Zeitraum Januar bis Juni 2012

Einführungsveranstaltung für neue Wohnberatungskräfte

Mittwoch, 18. Januar 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

Wohnberatung ist ein wesentlicher Baustein, um dem Wunsch der meisten älteren Menschen nach möglichst langem Verbleib in der eigenen Häuslichkeit gerecht zu werden. Bei dieser Einführungsveranstaltung werden folgende Themen angesprochen:

  • Was ist Wohnungsanpassung?
  • Die Ratsuchenden
  • Der Beratungsprozess
  • Baukonstruktive Grundlagen
  • Konkrete technische Hilfen und deren Finanzierung
  • Praxisbeispiele, Tipps und Tricks

Grundlage sind Fragen und Fälle aus der Praxis.

Außerdem werden Materialien, Broschüren und Arbeitshilfen vorgestellt und deren Einsatz in der Wohnberatung diskutiert.

Ziel der Qualifizierung

Grundkenntnisse in den Bereichen: Wohnungsanpassung und Ratsuchende, Finanzierung und Ratsuchende.

Badezimmer - Technische Möglichkeiten der Wohnungsanpassung

Mittwoch, 15. Februar 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentinnen: Ulla Trumann, Susanne Tyll

An diesem Tag wird eines der am häufigsten betroffenen Arbeitsgebiete der Wohnungsanpassung, der Sanitärbereich anhand praktischer Fallbeispiele genau unter die Lupe genommen.

Dabei werden folgende Fragen bearbeitet:

  • Merkmale eines altengerechten Badezimmers
  • Merkmale eines behindertengerechten Badezimmers
  • Umbaubeispiele aus der Praxis
  • Einbau bodengleicher Duschen
  • Lösungsmöglichkeiten bei Minibädern
  • Erstellung eines Aufmaßes als praktische Übung
  • Anfertigung von Skizzen
  • Kosten

Ziel der Qualifizierung

Konkrete Hilfen für die praktische Arbeit bei der Wohnungsanpassung im Sanitärbereich, Grundlagen für die Zusammenarbeit mit Handwerker/innen und technischen Berufen

Hörgeschädigte Menschen in der Beratung

Mittwoch 14. März 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentinnen: Irmgard Fölting, Marion Küpper, Susanne Tyll

Obwohl in Deutschland 13,5 Millionen schwerhörige Menschen leben, wird das Thema tabuisiert. Bereits jede/r zweite der 70-jährigen hat eine Hörschädigung – mit steigender Tendenz. Lediglich 2,5 Millionen Menschen tragen ein Hörgerät.

Häufig ziehen sich hörbehinderte Menschen aus der für sie als Belastung empfundenen Kommunikation zurück, soziale Isolation und Vereinsamung sind die Folge. Hörbehindertengerechte Kommunikation und geeignete Technik können dies verhindern.

Folgende Aspekte werden an diesem Tag beleuchtet:

  • Formen, Ursachen und Folgen von Hörschädigungen
  • Psychosoziale Situation hörgeschädigter Menschen
  • Möglichkeiten einer verbesserten Kommunikation mit hörgeschädigten Menschen
  • Hörhilfen und zusätzliche technische Hilfen, hörgeschädigtengerechte Ausstattung von Einrichtungen
  • Barrierefreie Gestaltung von Veranstaltungen

Ziel der Qualifizierung

Kenntnisse über Hörschädigung und deren Folgen für die Betroffenen, praktische Grundlagen für eine gelingende Kommunikation mit hörgeschädigten Menschen, Einsatz von Hilfsmitteln und deren Finanzierung.

"Nicht mehr wegzudenken" - Vernetzung der Wohnberatungsarbeit

Mittwoch, 25. April 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

Vernetzung spielt eine zentrale Rolle in der Arbeit aller Beratungsstellen. Sie ist wichtig für die Unterstützung der täglichen Arbeit, die Weiterfinanzierung, aber auch wenn trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit die Ratsuchenden ausbleiben.

An diesem Tag werden die Ziele von Wohnberatung für Ratsuchende bzw. der Beratungsstelle sowie die Situation vor Ort analysiert. Das beinhaltet die Bedeutung gegenüber der Politik, den Stellenwert für Ratsuchende und Fragen von Kooperation und Konkurrenz. Die sich daraus ergebenden Handlungsmöglichkeiten für Träger, Beratungsstellen und Kooperationspartner werden herausgearbeitet. Ein individueller Zeitplan zur Umsetzung der unterschiedlichen Handlungsstrategien: trägerintern/trägerübergreifend, in der Beratungsstelle, politisch vor Ort und auch überörtlich wird entwickelt.

Ziel der Qualifizierung

Aufzeigen von Vernetzungsmöglichkeiten, Verankerung der Beratungsstelle im Stadtteil, der Stadt oder der Gemeinde.

Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung

Mittwoch, 9. Mai 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

Die Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung ist ein komplexes Thema. Gute Beratung setzt die Kenntnis der entsprechenden Grundlagen und Regelungen der folgenden Gesetze und deren Zusammenhänge voraus:

  • SGB V (Krankenversicherung)
  • SGB XI (Pflegeversicherung)
  • SGB XII mit Eingliederungshilfe, Hilfe in besonderen Lebenslagen, Altenhilfe, Hilfen zur Gesundheit, Hilfe zur Pflege
  • Bundesversorgungsgesetz inkl. Kriegsopferfürsorge
  • SGB VII (gesetzliche Unfallversicherung)
  • SGB VI (gesetzliche Rentenversicherung)
  • SGB III (Arbeitsförderung)
  • SGB IX (Gesetz zur Gesellschaftlichen Teilhabe)
  • KfW-Mittel "Altersgerecht Umbauen"
  • Landesregelungen, insbesondere BestandsInvest NRW

Ziel der Qualifizierung

Kennenlernen der verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten von Maßnahmen, Austausch mit den Anwesenden über Erfahrungen bei der Umsetzung.

Öffentlichkeitsarbeit in der Wohnberatung

Mittwoch, 13. Juni 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

An diesem Fortbildungstag bestimmen die Teilnehmenden (in Einzel-, Kleingruppenarbeit und im Plenum) Profil und Zielgruppen ihrer Öffentlichkeitsarbeit und entwickeln passende Zielstrategien.

Dabei werden folgende Inhalte bearbeitet:

  • Mittel der Öffentlichkeitsarbeit
  • Medienarbeit, was gibt es und was ist zu beachten?
  • Formen der Pressearbeit
  • die "5 W's"
  • Medienwirksamkeit und persönlicher Zeitplan

Anhand vorhandener Flyer und Broschüren wird die Erstellung von Materialien und deren Einsatz besprochen.

Bitte Broschüren und Faltblätter mitbringen!

Ziel der Qualifizierung

Erläuterungen der vorhandenen Materialien, Tipps für das Erstellen eigenen Materials, Steigerung der Effizienz der jeweils individuellen Öffentlichkeitsarbeit.

Wohnungberatung auf dem Lande

Mittwoch, 27. Juni 2012 10.00 - 17.00 Uhr

Referentin: Susanne Tyll

In dieser Veranstaltung werden unterschiedliche Anforderungen an Wohnberatung in eher städtischen bzw. ländlichen Regionen beleuchtet.

Folgende Aspekte und deren Auswirkungen auf die Arbeit der Wohnberatungsstellen werden in Arbeitsgruppen/im Plenum herausgearbeitet:

  • Wohn – und Lebenssituation auf dem Lande
  • Infrastruktur auf dem Lande
  • Beratungsmethodik

Vorgestellt werden auch verschiedene Maßnahmen aus einem niedersächsischen Dorf mit 360 Einwohner/innen, die so lange wie möglich dort wohnen bleiben möchten. Dazu zählen eine Befragung der Bewohner/innen, die Gründung eines Dorfarbeitskreises, das Vorstellen der vorhandenen Angebote im Kreis und die Etablierung eines/r Kümmerers/in.

Ziel der Qualifizierung

Kennenlernen von Projekten auf dem Land; konkrete Hilfen für die praktische Arbeit in ländlich strukturierten Wohnberatungsstellen.

Auf Wunsch übersende ich Ihnen gerne ausführliche Informationsunterlagen.



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Susanne Tyll

47829 Krefeld

02151 46158

Diplom-Pädagogin und Politologin

Zusatzinfo

Außer den genannten Themen biete ich auch Fortbildungen zu weiteren Themen an, selbstverständlich auf Wunsch auch in Ihrer Einrichtung oder Nähe. Es wurden u.a. Seminare in Belzig, Berlin, Bremen, Erfurt, Esslingen, Frankfurt a. M., Hannover, Heidelberg, Herzberg, Kaiserslautern, Lübeck, Mainz, Meißen, München, Neuss, Nürnberg, Neumünster, Rendsburg, Stuttgart, Teltow, Trier, Weimar und vielen anderen Orten durchgeführt. Sie können sich gerne mit mir in Verbindung setzen!

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