DIN 18024-1 Flächen

Bewegungsflächen

Bewegungsflächen bei barrierefreiem Bauen sind die zur Bewegung mit dem Rollstuhl notwendigen Flächen. Sie schließen die zur Benutzung von Ausstattungen und Einrichtungen erforderlichen Flächen ein.

Bewegungsflächen dürfen sich überlagern, ausgenommen vor Fahrschachttüren.

Bewegungsflächen dürfen nicht in ihrer Funktion eingeschränkt sein, z. B. durch Mauervorsprünge, abgestellte Fahrzeuge, Ausstattungen, Türen in geöffnetem Zustand und Bepflanzung.

Der Kopffreiraum muss mindestens 230 cm betragen.


mind. 400 cm breit und 250 cm tief:
- als Verweilfläche auf Schutzinseln oder Fahrbahnteilen von Hauptverkehrsstraßen.

mind. 300 cm breit:
- auf Gehwegen im Umfeld z. B. von Kindergärten und Schulen, Freizeiteinrichtungen, Einkaufszentren, Pflegeeinrichtungen,
- auf Fußgängerüberwegen und Furten.

mind. 300 cm breit und 200 cm tief:
- als Verweilfläche auf Fußgängerüberwegen und Furten von Erschließungsstraßen.

mind. 200 cm breit:
- auf Gehwegen an Sammelstraßen.

mind. 150 cm breit und 150 cm tief:
- als Wendemöglichkeiten
- als Ruhefläche, Verweilplatz,
- am Anfang und am Ende einer Rampe,
- vor Haus- und Gebäudeeingängen,
- vor Fernsprechstellen und Notrufanlagen,
- vor Serviceschaltern,
- vor Dienstleistungsautomaten, Briefeinwürfen, Ruf- und Sprechanlagen,
- vor Durchgängen, Kassen und Kontrollen,
- vor und neben Ruhebänken,
- vor Bedienungsvorrichtungen,
- vor und nach Fahrtreppen und Fahrsteigen,
- vor Rahmensperren und Umlaufschranken.


mind. 150 cm breit:
- auf Gehwegen (ausgenommen Gehwege mit 300 cm und 200 cm Breite)
- auf Hauptgehwegen
- neben Treppenauf- und -abgängen; die Auftrittsfläche der obersten Stufe ist auf die Bewegungsfläche nicht anzurechnen.

Treppe

mind. 150 cm tief:
- neben der Längsseite des Kraftfahrzeuges des Rollstuhlbenutzers auf Pkw-Stehplätzen, Borde müssen in ganzer Breite auf einer Höhe von 3 cm abgesenkt, taktil und optisch kontrastierend wahrnehmbar gekennzeichnet sein.

mind. 130 cm breit:
- zwischen Umlaufschranken.

mind. 120 cm breit:
- zwischen Radabweisem einer Rampe,
- situationsbedingt auf Hauptgehwegen

mind. 90 cm breit:
- in Durchgängen an Kassen und Kontrollen,
- auf Nebengehwegen

mind. 250 cm tief:
- entlang von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel.

Fahrschachttür

vor Fahrschachttüren:
Die Bewegungsfläche vor Fahrschachttüren muss so groß sein wie die Grundfläche des Fahrkorbs, mindestens jedoch 150 cm breit und 150 cm tief. Sie darf sich mit anderen Bewegungsflächen nicht überlagern. Sie darf nicht gegenüber abwärts führenden Treppen und Rampen angeordnet sein.


Begegnungsflächen

Begegnungsflächen für Rollstuhlbenutzer mind. 200 cm breit und 250 cm tief:

- Hauptgehwege in Sichtweite, höchstens in Abständen von 18 m,
- Geh- und Nebengehwege in Sichtweite

Begegnungsflächen für Rollstuhlbenutzer mind. 180 cm breit und 180 cm tief:
- neben Baustellensicherungen in Sichtweite

Oberflächenbeschaffenheit von Bewegungs- und Begegnungsflächen

- müssen bei jeder Witterung leicht, erschütterungsarm und gefahrlos begeh- und befahrbar sein.
-Orientierungshilfen

Tür

- lichte Breite mindestens 90 cm
- lichte Höhe mindestens 210 cm

DrehtürSchiebetür

Der Rollstuhlfahrer muss vor- und zurück fahren sowie die Richtung ändern können, um die Bedienungsvorrichtungen zu erreichen und die entsprechenden Bewegungen ausführen zu können.

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Zusatzinfo

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Begegnungsflächen bei barrierefreiem Bauen sind die zum Ausweichen mit dem Rollstuhl zusätzlich notwendigen Flächen.


Hinweis

Die Norm DIN 18040-1 ersetzt die DIN 18024-2. Die Anwendung wird in den Technischen Baubestimmungen der Bundesländer geregelt. Über den Link finden Sie eine Übersicht über die eingeführten relevanten Normen zum barrierefreien Bauen in den Bundesländern.

 

Tipps

Hinweis:

Der hier dargestellte Inhalt der DIN enthält deren Grundsätze und erlaubt daher auch keine rechtsgültige Verwendung.
Der wiedergegebene Inhalt ist sinngemäß mit Hinweisen, Beispielen und Produktlösungen komplettiert.
DIN-Vertrieb: www2.beuth.de

Rechtsverbindlichkeit

Lesen Sie hier zur Rechtsverbindlichkeit von DIN-Normen. Gebäude und andere bauliche Anlagen sollen allen Personen eine selbstbestimmbare, unabhängige und selbständige Nutzung ermöglichen. Sie gelten für alle Neubauten und sinngemäß für Umbauten, Modernisierungen und Nutzungsänderungen.

zusätzlich gelten die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer (Auszug), sowie Sondervorschriften.
Gesetze, Rechts- und Verwaltungsvorschriften haben Vorrang gegenüber DIN-Normen.

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