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Barrierearme Stadt: Fördermöglichkeiten

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"Barrierearme Stadt" - KfW Fördermittel

Am 1. September 2012 starteten bei der KfW die beiden Programme 233 und 234 unter dem Titel "Barrierearme Stadt". Wegen des demografischen und sozialen Wandels soll damit der öffentliche Raum in Deutschland den Bedürfnissen der heute und vor allem künftig älteren Bevölkerung angepasst werden. Gleichzeitig geht es jedoch darum, ein kinder- und familienfreundliches Umfeld zu schaffen.

Die Städte werden dabei bundesweit von Barrieren reduziert oder idealerweise sogar ganz befreit. Die Maßnahmen müssen im Einklang mit bereits laufenden Stadt(teil)entwicklungskonzepten stehen oder sich daraus ableiten.

Jeder, der in diesem Sinn Investitionen in Angriff nimmt, wird deshalb durch die beiden zinsgünstigen Kreditprogramme der KfW für die erste Zinsbindungsfrist - die aber maximal 10 Jahre gilt und danach neu verhandelt wird - gefördert. Die Programmnummer 233 bezieht sich ausschließlich auf Kommunen, die 234 richtet sich an kommunale Unternehmen, soziale Organisationen und Privatunternehmen im Rahmen einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft.

Wer kann innerhalb der beiden Programme wie einen Kreditantrag stellen?

Das Programm 233 richtet sich ausschließlich an kommunale Gebietskörperschaften und deren juristisch unselbständige Eigenbetriebe sowie Gemeindeverbände, wie beispielsweise kommunale Zweckverbände. Das entsprechende Antragsformular ist direkt bei der KfW in Berlin einzureichen.

Programm 234 hingegen ist gedacht für Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Gesellschafterhintergrund, sämtliche gemeinnützigen Organisationen -inklusiv der Kirchen- sowie sämtliche Unternehmen, die sich in einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) befinden. Der Gruppenumsatz eines solchen ÖPP-Modells darf allerdings 500 Millionen Euro nicht überschreiten. Dieser Antrag muss vor Beginn des Bauvorhabens bei der Hausbank eingereicht werden.

Welche Konditionen machen die beiden KfW-Kredite so günstig?

Jedes förderfähige Vorhaben wird von der KfW mit bis zu 100% der Investitionskosten durch den Kredit gestützt. Der Höchstbetrag liegt im Programm 234 bei 50 Millionen Euro und ist im Programm 233 für Kommunen sogar unbegrenzt. Die Laufzeit beträgt bei beiden Krediten entweder bis zu 10 oder bis zu 20 Jahre. Im ersten Fall sind davon 2, im zweiten 3 Jahre tilgungsfrei.

Der Zinssatz wird entsprechend der Kapitalmarktentwicklung täglich neu festgelegt und bei Vertragsunterschrift auf bis zu 10 Jahre festgelegt (Zinsbindung). Danach wird er neu ausgehandelt. Für Kreditnehmer des Programms 234 legt die Hausbank den Zinssatz individuell unter Berücksichtigung der Maßgaben der KfW fest. Die Tilgung erfolgt nach Ablauf der anlaufbedingten Tilgungsfreijahre -während der nur der Zins auf den erhaltenen Kreditbetrag zu bezahlen ist- in vierteljährlichen Raten.

Was wird eigentlich gefördert?

Barriere reduzierende Maßnahmen in kommunalen und sozialen Bereichen, die zur Herstellung von Barrierefreiheit im Sinne der DIN 18040-1 und bereits im Vorgriff auf die DIN 18040-3 dienen. Diese müssen den Richtlinien der unten beschriebenen Förderbeiche 1 bis 10 entsprechen. Die Kredite werden immer bezogen auf ein konkretes Vorhaben vergeben.

Bei Großprojekten gilt jeder einzelne Bauabschnitt als Einzelvorhaben. Die technischen Mindestvoraussetzungen entsprechend der angesprochenen Normen sind von einem Sachverständigen zu prüfen. Die Durchführung muss ein Fachunternehmen des Bauhandwerks übernehmen. Nur in diesen Fällen werden sämtliche Investitionen des Projektes, also auch Beratung und Planung, durch den Kredit abgedeckt.

Diese 10 Förderbereiche können einzeln und kombiniert durchgeführt werden.

A: Gebäude / Bereiche 1-8

Alle Maßnahmen gemäß DIN 18040-1 sind förderfähig. Können einzelne Maßnahmen baustrukturell nicht umgesetzt werden, sind in den unter den Förderbereichen 1 - 8 definierten Fällen Abweichungen möglich. In diesen Fällen sind die nachfolgenden Mindestanforderungen (gegebenenfalls neben der DIN) einzuhalten. Diese gelten auch für Maßnahmen, die in der DIN 18040-1 nicht geregelt sind.

  1. Wege zu Gebäuden und Stellplätze
  2. Gebäudezugänge und Servicesysteme
  3. Vertikale Erschließung / Überwindung von Niveauunterschieden
  4. Raumgeometrie
  5. Sanitärräume
  6. Bodenbeläge in Innenräumen
  7. Bedienelemente, Raumakustik, Orientierung, Kommunikation
  8. Sportstätten (z. B. Sportplätze, Sporthallen, Schwimmbäder)

B: Verkehrsanlagen, öffentlicher Raum / Bereiche 9-10

  1. Verkehrsanlagen
  2. Öffentlicher Raum

Hier einige Hinweise und Bestellinformationen zu ausführenden Firmen:

1. Wege zu Gebäuden und Stellplätze
Anpassung der Wege zu kommunalen Gebäuden (Nicht-Wohngebäude) einschließlich Verbesserung der Beleuchtung

Ausleuchtung der Wegführung

  • Die Beleuchtungsstärke auf dem Boden von Wegen muss mindestens 10 lx betragen, auf Stufen im Außenbereich mindestens 20 lx.
  • Die Beleuchtung muss blendfrei sein.
  • Gehwege mind. 150cm breit, stufenlos
  • feste und ebene Oberfläche der Erschließungsflächen
barrierefreie Überrollbarkeit, eindeutige Erkennbarkeit für Blinde und Sehbehinderte

barrierefreie Überrollbarkeit, eindeutige Erkennbarkeit für Blinde und Sehbehinderte

für Außenanlagen, Verkehrsanlagen, Wege, Plätze - flexibler Einsatz in allen Betonsteinen, Kunststeinen oder Natursteinen

für Außenanlagen, Verkehrsanlagen, Wege, Plätze - flexibler Einsatz in allen Betonsteinen, Kunststeinen oder Natursteinen

Bodenindikatoren, Sound Stone, Blindenleitplatten

Bodenindikatoren, Sound Stone, Blindenleitplatten

Mobilität im öffentlichen Verkehrsraum

Mobilität im öffentlichen Verkehrsraum

befahrbare Entwässerungsrinne als Orientierungshilfe für Sehbehinderte und Blinde

befahrbare Entwässerungsrinne als Orientierungshilfe für Sehbehinderte und Blinde

Schaffung von barrierefreien Stellplätzen (z.B. Kfz) und deren Überdachungen
  • Parkplatz Mindestbreite 350 cm, als Behindertenparkplatz ausweisen
Betonstein, Naturstein, Pflaster, Ökobeläge, Platten für Parkplätze und Außenanlagen

Betonstein, Naturstein, Pflaster, Ökobeläge, Platten für Parkplätze und Außenanlagen

2. Gebäudezugänge und Servicesysteme
Schaffung schwellenloser Übergänge
barrierefreie schwellenlose Türschwellen für Haustür, Terrassentür und alle Innentüren

barrierefreie schwellenlose Türschwellen für Haustür, Terrassentür und alle Innentüren

Die rampenartige, stufenlose Verstellbarkeit um bis zu 6 cm Schräge ermöglicht barrierefreie Türschwellen

Die rampenartige, stufenlose Verstellbarkeit um bis zu 6 cm Schräge ermöglicht barrierefreie Türschwellen

  • Zum Erreichen von Türdrückern muss ein seitlicher, frei zugänglicher Bereich mit einer Breite von mindestens 50 cm vorhanden sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, muss ein Bewegungsraum mit einer seitlichen Breite von mindestens 30 cm vorhanden sein.
  • Türdrücker müssen sich auf einer Höhe zwischen 0,85 m und 1,05 m befinden.
  • Mindestbreite 90cm
  • Karussell- und Pendeltüren sind kein barrierefreier Zugang, als einziger Zugang ungeeignet
  • farblich kontrastierend
  • schwellenlos
Anpassung von Türen einschl. Öffnungshilfen, Türkommunikationssystemen und Schaffung von Bewegungsflächen
Windfänge

Nachrüstung und Neuinstallation von Türkommunikationssystemen

  • Hinsichtlich visueller Kontraste gilt die DIN 32975.

Windfänge

  • In Windfängen mit Drehflügeltüren muss zwischen den Schwenkbereichen der Türflügel ein Zwischenraum von mindestens 1,50 m Tiefe vorhanden sein, und zwar sowohl für Türen mit denselben als auch mit entgegengesetzten Aufschlagrichtungen. Ist dies baustrukturell nicht möglich, muss die Tiefe mindestens 1,20 m betragen.
  • Windfänge mit Schiebetüren (auch automatisch betriebene) müssen eine Bewegungsfläche von mindestens 1,50 m Tiefe zwischen den Türen aufweisen.

Maßnahmen zur verbesserten visuellen Orientierung

  • Es gilt die DIN 32975.

Beleuchtung - Gebäudezugang

  • Der Haupteingangsbereich zu öffentlichen Gebäuden muss mit mindestens 100 lx auf Bodenniveau ausgeleuchtet sein. Das Beleuchtungskonzept muss auch eine vertikale Komponente beinhalten, um beispielweise Beschilderungen und sonstige Informationen lesen zu können.
automatische Drehtür, Schiebetür für Hauseingangstür, Balkontür, Terrassentür

automatische Drehtür, Schiebetür für Hauseingangstür, Balkontür, Terrassentür

Sie erleichtern die barrierefreie Begehung einer Tür immer dann, wenn die manuelle Betätigung zu umständlich oder mühsam ist.

Sie erleichtern die barrierefreie Begehung einer Tür immer dann, wenn die manuelle Betätigung zu umständlich oder mühsam ist.

Leichtes Türöffnen per Hand oder elektrischer Türöffner in der Tür integriert

Leichtes Türöffnen per Hand oder elektrischer Türöffner in der Tür integriert

Türgriffe und Türbeschläge, barrierefreier Türbeschlag

Türgriffe und Türbeschläge, barrierefreier Türbeschlag

Maßnahmen zur verbesserten Orientierung einschließlich Beleuchtung
Anpassung von Portierslogen und Schalterbereichen (z. B. Info-Schalter, Kassen, Kantinen)

taktile Orientierungshilfen und Leitsysteme

taktile Orientierungshilfen und Leitsysteme

taktile Bodenleitsysteme aus Kunststoff oder Edelstahl

taktile Bodenleitsysteme aus Kunststoff oder Edelstahl

Leitsysteme - taktile, visuelle und akustische Orientierungshilfen

Leitsysteme - taktile, visuelle und akustische Orientierungshilfen

Edelstahl-Bodenleitsystem

Edelstahl-Bodenleitsystem

Leitsystem mit nachleuchtenden Fliesen, Rippen und Noppen

Leitsystem mit nachleuchtenden Fliesen, Rippen und Noppen

mit taktilen Bodenindikatoren zum Leiten und Warnen

mit taktilen Bodenindikatoren zum Leiten und Warnen

Schilder, Türschilder, Firmenschilder

Schilder, Türschilder, Firmenschilder

Türschilder, Hinweisschilder mit taktiler Beschriftung

Türschilder, Hinweisschilder mit taktiler Beschriftung

Hinweisschilder mit tastbarer Beschriftung

Hinweisschilder mit tastbarer Beschriftung

Hinweisschilder

Hinweisschilder

mit taktiler Beschriftung

mit taktiler Beschriftung

Licht im Flur, Treppenhaus, Aufenthaltsraum, Büro

Licht im Flur, Treppenhaus, Aufenthaltsraum, Büro

3. Vertikale Erschließung/Überwindung von Niveauunterschieden

Nachrüstung oder Verbesserung von mechanischen Fördersystemen (Aufzüge, Lifter, Hebebühnen) als Anbauten oder Einbauten

  • Aufzüge müssen der Norm DIN EN 81-70 entsprechen.
  • Aufzugskabinen in öffentlich zugänglichen Gebäuden müssen mindestens 1,10 m breit und 1,40 m tief sein.
  • Aufzugskabinentüren müssen Durchgangsbreiten von mindestens 0,90 m aufweisen. Ist dies baustrukturell nicht möglich, müssen die Durchgänge mindestens 0,80 m breit sein. Erfolgt der Zugang über die Längsseite des Aufzugs, muss die Türdurchgangsbreite mindestens 1,10 m betragen.
  • Gegenüber von Aufzugstüren dürfen keine abwärts führenden Treppen angeordnet sein. Ist dies baustrukturell nicht möglich, muss der Sicherheitsabstand mindestens 2,00 m betragen.

Hebebühnen und Treppenlifte sind nur förderfähig, wenn die Installation eines Aufzugs baustrukturell nicht möglich ist und folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Zum Ein- und Ausstieg muss eine Bewegungsfläche von mindestens 1,50 m x 1,50 m vor der Förderplattform vorhanden sein.
  • Förderplattformen von Hebebühnen müssen mindestens 1,10 m x 1,40 m, die von Treppenliften 0,95 m x 1,25 m groß sein.
  • Treppenlifte dürfen in Parkposition notwendige Fluchtwege nicht einschränken.

Aufzugsanlagen

Personenaufzüge gemäß DIN EN 81-70 in gemauerten Schacht oder Schachtgerüst

Personenaufzüge gemäß DIN EN 81-70 in gemauerten Schacht oder Schachtgerüst

Personenaufzüge für öffentliche Gebäude, Hotels, Krankenhäuser etc.

Personenaufzüge für öffentliche Gebäude, Hotels, Krankenhäuser etc.

 

mit einer Hubhöhe von bis zu 30m und den Zugangsmöglichkeiten von drei Seiten ideale Voraussetzungen zum Einsatz im öffentlichen Umfeld

mit einer Hubhöhe von bis zu 30m und den Zugangsmöglichkeiten von drei Seiten ideale Voraussetzungen zum Einsatz im öffentlichen Umfeld

Hebebühnen

Die Treppe verwandelt sich auf Knopfdruck zu einem Hublift

Die Treppe verwandelt sich auf Knopfdruck zu einem Hublift

Hebeplattformlift, Hubbühne, Hebebühne 1-3m Höhenunterschied miniliftreith-hydrostar-plattformlift

Hebeplattformlift, Hubbühne, Hebebühne 1-3m Höhenunterschied miniliftreith-hydrostar-plattformlift

Hebelift, Hebeplattform, Treppenausgleichspodest bis 1m Höhenunterschied

Hebelift, Hebeplattform, Treppenausgleichspodest bis 1m Höhenunterschied

Rollstuhl-Hebebühne bis 1,5 Meter Hubhöhe

Rollstuhl-Hebebühne bis 1,5 Meter Hubhöhe

Höhenunterschied bis 3m. Ohne feste Installation kann die Hebebühne auch an anderen Orten wieder eingesetzt werden.

Höhenunterschied bis 3m. Ohne feste Installation kann die Hebebühne auch an anderen Orten wieder eingesetzt werden.

Hebebühnen mit Förderhöhe bis 3m und Hubkraft bis 300kg

Hebebühnen mit Förderhöhe bis 3m und Hubkraft bis 300kg

für innen und außen bis 3m Hubhöhe und einer Hubkraft von 340kg

für innen und außen bis 3m Hubhöhe und einer Hubkraft von 340kg

bis 300kg Hubgewicht mit unterschiedlichen Plattformgrößen

bis 300kg Hubgewicht mit unterschiedlichen Plattformgrößen

Treppenlifte

Für gerade und kurvige Treppen, für Innen und Außen.

Für gerade und kurvige Treppen, für Innen und Außen.

Treppenplattformlift für gerade Treppen und für Treppen mit Kurven und Podesten

Treppenplattformlift für gerade Treppen und für Treppen mit Kurven und Podesten

Sitzlift oder Treppenplattformlift auch für kurvige Treppen und Senkrecht-Hublift

Sitzlift oder Treppenplattformlift auch für kurvige Treppen und Senkrecht-Hublift

für innen und außen, gerade und kurvige Treppen

für innen und außen, gerade und kurvige Treppen

Treppenplattformlifte für gerade und gewendelte Treppen

Treppenplattformlifte für gerade und gewendelte Treppen

für gerade und kurvenläufige Treppen, schmale Wendeltreppen und Treppen mit Zwischenpodest

für gerade und kurvenläufige Treppen, schmale Wendeltreppen und Treppen mit Zwischenpodest

Plattformlifte, Rollstuhl-Schrägaufzüge für innen und außen

Plattformlifte, Rollstuhl-Schrägaufzüge für innen und außen

Barriere reduzierende Umgestaltung von Treppenanlagen

  • Treppenläufe und Zwischenpodeste sind beidseitig mit Handläufen zu versehen
  • Anforderungen der Menschen mit Sehbehinderungen, Blinde beachten
  • Trittstufenmarkierung
  • Setzstufen erforderlich
Für mehr Sicherheit und Mobilität auf Treppen, in Fluren, und auf allen Wegen im und um das Haus.

Für mehr Sicherheit und Mobilität auf Treppen, in Fluren, und auf allen Wegen im und um das Haus.

aus eloxiertem Aluminium mit Beschriftung in Brailleschrift und/oder Pyramidenschrift.

aus eloxiertem Aluminium mit Beschriftung in Brailleschrift und/oder Pyramidenschrift.

Handlaufschilder mit taktiler Beschriftung

Handlaufschilder mit taktiler Beschriftung

aus Aluminium oder Edelstahl für runde und gerade Handläufe

aus Aluminium oder Edelstahl für runde und gerade Handläufe

Stufenmarkierung im öffentlichen Raum

Stufenmarkierung im öffentlichen Raum

für Fliesen-, Stein- Beton-, Metall-, Glas-, Holz-, Kunststoffböden, Eingangsbereiche, Treppen, Rampen

für Fliesen-, Stein- Beton-, Metall-, Glas-, Holz-, Kunststoffböden, Eingangsbereiche, Treppen, Rampen

Nachrüstung mit Rampen z. B. zur Überwindung von Zwischenstufen

  • Rampen müssen eine nutzbare Breite von mindestens 1,00 m aufweisen.
  • Sie dürfen eine maximale Neigung von 6 % aufweisen. Ist dies baustrukturell nicht möglich, sind Rampen mit maximal 10 % Neigung zulässig.
  • Sie müssen ab 6,00 m Länge Zwischenpodeste aufweisen, die mindestens 1,50 m lang sind. Die Entwässerung der Zwischenpodeste außenliegender Rampen muss sichergestellt sein (Quergefälle ist unzulässig).
  • Rampen müssen an ihren Zu- und Abfahrten jeweils Bewegungsflächen von mindestens 1,20 m Breite und 1,50 m Tiefe aufweisen.
Rampenbeläge, Ideenkatalog Barrierefreie Außenanlagen

Rampenbeläge, Ideenkatalog Barrierefreie Außenanlagen

für Treppenstufen, Türprofile oder Türschwellen

für Treppenstufen, Türprofile oder Türschwellen

Rollstuhl-Rampen und Auffahrhilfen mit rutschsicherer Fahrfläche, witterungsbeständig und wartungsfrei

Rollstuhl-Rampen und Auffahrhilfen mit rutschsicherer Fahrfläche, witterungsbeständig und wartungsfrei

Rampen Systeme für innen und außen

Rampen Systeme für innen und außen

zu Hause, auf dem Weg zum Arbeitsplatz oder Einkaufen zum Einladen des Rollstuhls ins Auto

zu Hause, auf dem Weg zum Arbeitsplatz oder Einkaufen zum Einladen des Rollstuhls ins Auto

Handlauf für Wand und Geländer, auch beleuchtet

Handlauf für Wand und Geländer, auch beleuchtet

Handlauf und Geländer für Treppen, Rampen, Gehweg und Brüstungen

Handlauf und Geländer für Treppen, Rampen, Gehweg und Brüstungen

4. Raumgeometrie
Änderung des Zuschnitts von Räumen einschließlich Fluren zur Herstellung einer besseren Erschließung
Verbreiterung von Türdurchgängen mit Einbau neuer Türen (innen) einschließlich Einbau von Öffnungssystemen und Türkommunikationssystemen
Schaffung von Abstellbereichen für Mobilitätshilfen
  • Die Durchgangsbreite nach der Anpassung von Innentüren muss 0,90 m, wenn dies baustrukturell nicht möglich ist, mindestens 0,80 m betragen. Im Übrigen gelten die unter 2. Gebäudezugänge und Servicesysteme genannten Anforderungen für Türen.

Plätze für Rollstuhlnutzer in Versammlungsräumen (z. B. Aulen, Konferenzräume, Ratssäle, Theater- und Konzertsäle, Versammlungs-, Vortrags- und Mehrzwecksäle sowie Klassen- und Unterrichtsräume)

  • Es müssen freie Flächen von mindestens 0,90 m Breite und mindestens 1,20 m Tiefe vorhanden sein.
  • Für die Erschließung von Rollstuhlplätzen in der letzten Reihe müssen ein freier Durchgang hinter der allgemeinen Bestuhlung von mindestens 1,20 m sowie eine Wendefläche mit mindestens 1,50 m x 1,50 m vorhanden sein.
Leichtes Türöffnen per Hand oder mit elektrischem Türöffner in der Tür integriert.

Leichtes Türöffnen per Hand oder mit elektrischem Türöffner in der Tür integriert.

Elektronische Zugangskontrolle EZK, Beschläge für Notausgänge, Paniktür

Elektronische Zugangskontrolle EZK, Beschläge für Notausgänge, Paniktür

5. Sanitärräume
Schaffung barrierefreier/-armer WCs und Mehrzweck-WCs
Anpassung und Ausstattung von Sanitäranlagen

Nachrüstung von Standard-WCs (zu Komfort-WCs)

WC-Kabinen müssen beidseitig mit Winkelgriffen oder einer Kombination aus horizontalen und vertikalen Bügelgriffen ausgestattet werden.

Mehrzweck-WCs

  • WC-Räume müssen eine Mindestgröße von 1,65 m x 2,20 m aufweisen.
  • WC-Becken müssen eine Ausladung von mindestens 65 cm, Waschtische eine Mindestgröße von 35 cm x 45 cm aufweisen.
  • WCs müssen mit Stütz- und Haltesystemen ausgestattet werden.
  • Türen müssen nach außen aufschlagen und von außen entriegelbar sein.
  • Wickelbereiche dürfen den Bewegungsraum von Rollstuhlnutzern nicht einschränken.

Individuell zu nutzende Sanitärräume (z. B. in Krankenhäusern oder Pflegeheimen)

  • Es gilt die DIN 18040-2 für Sanitärräume hinsichtlich Gestaltung von z. B. Duschen, WCs, Waschplätzen, Badewannen, Türen. Hinsichtlich der Anpassungen für Rollstuhlnutzer müssen die Anforderungen "R" der o. g. DIN-Norm eingehalten werden.
  • Sanitärräume (für Nichtrollstuhlnutzung) müssen eine Grundfläche von mindestens 1,80 m x 1,80 m aufweisen.
  • Die "Duschfläche" muss mindestens 1,20 m x 1,20 m betragen.
  • Die Sanitärräume müssen mindestens folgende Sicherheits- und Stützsysteme aufweisen: Duschsitz (klappbar) inklusive Haltesysteme zur Benutzung der Dusche, Haltesysteme am WC: wandmontiert als Winkelgriff oder im rechten Winkel gesetzte Bügelgriffe in Kombination mit einem Klappgriff, Haltegriffe am Waschtisch (z. B. wandmontiert).
  • Waschtische müssen Beinfreiraum gemäß DIN 18040-2 gewährleisten.
  • Für die Anpassung der Türen gelten die entsprechenden Bedingungen unter Gebäudezugänge und Servicesysteme.
  • Sanitärräume müssen mit Notrufsystemen ausgestattet werden.
Die Tür wird mit einem Großflächentaster an der Außenseite automatisch geöffnet und schließt selbsttätig nach Ablauf der eingestellten Offenhaltezeit.

Die Tür wird mit einem Großflächentaster an der Außenseite automatisch geöffnet und schließt selbsttätig nach Ablauf der eingestellten Offenhaltezeit.

für den Dauereinsatz

für den Dauereinsatz

BIS Vario - höhenverstellbare WCs und Waschtische

BIS Vario - höhenverstellbare WCs und Waschtische

WC verstellbar vertikal, horizontal

WC verstellbar vertikal, horizontal

elektrisch stufenlos höhenverstellbar, ohne Vorwandtiefe

elektrisch stufenlos höhenverstellbar, ohne Vorwandtiefe

unterfahrbar mit Handtuchhalter und Haltegriffen

unterfahrbar mit Handtuchhalter und Haltegriffen

Waschtisch-Lifter, WC-Lifter, unterfahrbare Waschtische, Stützklappgriffe

Waschtisch-Lifter, WC-Lifter, unterfahrbare Waschtische, Stützklappgriffe

Dusch- und Wannen-Bereich, Waschtisch-Bereich und Bad-Accessoires, WC-Bereich

Dusch- und Wannen-Bereich, Waschtisch-Bereich und Bad-Accessoires, WC-Bereich

Waschtisch, Dusche, Toilette, Stützgriff, Klappgriff, Handlauf, Duschsitz

Waschtisch, Dusche, Toilette, Stützgriff, Klappgriff, Handlauf, Duschsitz

6. Bodenbeläge in Innenräumen
Austausch des Bodenbelags, Ergänzungen zur Verbesserung der Trittsicherheit, Beseitigung von Unebenheiten, Schaffung schwellenloser Übergänge
  • Unebenheiten von mehr als 4 mm und Schwellen müssen beseitigt werden.

Für kleine und mittlere Räume (Raumvolumen bis 5000 m³), die für Vorträge, Präsentationen und vergleichbare Veranstaltungen genutzt werden können (z. B. Klassenräume, Seminarräume, Gemeindesäle), gilt: Raumakustische Verbesserungsmaßnahmen, insbesondere zur Verminderung von Störschall, Reduzierung von Nachhallzeiten, Schalllenkung usw. über Akustikdecken und -wände, müssen die DIN 18041 einhalten.

Hochwertige Beläge mit authentischen Holz- und Steinoptiken

Hochwertige Beläge mit authentischen Holz- und Steinoptiken

7. Bedienelemente, Raumakustik, Orientierung, Kommunikation
Verbesserung der Raumakustik, Schall- und Sprachübertragungsanlagen (einschließlich Gebärdensprachübertragung)
Verbesserung der Beleuchtung in Aufgängen, Fluren und Innenräumen
  • Analog zur "Beleuchtungsstärken-Skala" nach DIN EN 12464-1:2011-08 müssen in Fluren und Innenräumen die Beleuchtungsstärken jeweils um eine Stufe angehoben werden (z. B für Flure: statt 100 lx nach Anpassung 150 lx).
Aufgänge, Flure und Innenräume

Aufgänge, Flure und Innenräume

Navigationssystem, Informationssystem und Notrufsystem für blinde und sehbehinderte Menschen

Navigationssystem, Informationssystem und Notrufsystem für blinde und sehbehinderte Menschen

Visuelle und taktile Orientierungshilfen

Bodeninformationen, Hinweisschilder

Bodeninformationen, Hinweisschilder

Leitstreifen, Aufmersamkeitsfelder zur hochwertigen Ausstattung

Leitstreifen, Aufmersamkeitsfelder zur hochwertigen Ausstattung

 

Taktile Bodenleitsysteme aus Kunststoff oder Edelstahl

Taktile Bodenleitsysteme aus Kunststoff oder Edelstahl

taktil, visuell, akustische Orientierungshilfen

taktil, visuell, akustische Orientierungshilfen

Leitsystem mit nachleuchtenden Fliesen, Rippen und Noppen

Leitsystem mit nachleuchtenden Fliesen, Rippen und Noppen

mit taktilen Bodenindikatoren zum Leiten und Warnen

mit taktilen Bodenindikatoren zum Leiten und Warnen

verschiedene Glasgestaltung in entsprechender normgerechter Ausführung nach DIN 18040-1

verschiedene Glasgestaltung in entsprechender normgerechter Ausführung nach DIN 18040-1

8. Sportstätten (z. B. Sportplätze, Sporthallen, Schwimmbäder)
Anpassung der WC-, Dusch-, Wasch- und Umkleidebereiche einschließlich Ausstattung mit Sicherheitssystemen (Punkt 5)
Abstellbereiche für den Rollstuhl-/Mobilitätshilfenwechsel
Schaffung von taktilen Hilfen und Einstiegshilfen in Schwimm- oder Therapiebecken
Maßnahmen für den Mannschaftsrollstuhlsport
Anpassung von Zuschaueranlagen in Sportstätten
Schaffung von barrierefreien Stellplätzen (z. B. Kfz) und deren Überdachung (Punkt 1)

WC-, Dusch-, Wasch- und Umkleidebereiche

  • Werden in Gemeinschaftsduschen barrierefrei zu nutzende Duschkabinen eingerichtet, müssen diese über eine Fläche von mindestens 0,90 m Tiefe und 1,50 m Breite verfügen. Dieser Bereich darf nicht von dem Erschließungsgang durch eine feste Kabinenwand, sondern nur mit einem Duschvorhang abgetrennt sein.
  • WCs müssen die Anforderungen an barrierearme WCs und Mehrzweck-WCs einhalten (siehe 5. Sanitärräume). Maßnahmen für den Mannschaftsrollstuhlsport
  • Durchgänge müssen mindestens 1,25 m breit sein.
  • Flure müssen mindestens 2,30 m breit sein.
  • Bewegungsflächen vor Türen müssen mindestens 2,00 m Breite x 1,50 m Tiefe aufweisen.
  • Umstiegsflächen für Rollstühle müssen pro Rollstuhlnutzer mindestens 2,00 m breit sein. Zuschaueranlagen in Sportstätten
  • Für die Gestaltung von Plätzen für Rollstuhlnutzer gelten die Anforderungen der DIN 13200-1:2003 in Verbindung mit der DIN 18040-1 (Bestuhlung).
  • WCs müssen die Anforderungen an barrierearme WCs und Mehrzweck-WCs einhalten (siehe 5 Sanitärräume).
  • Aufzüge, Treppen, Flure und sonstige Erschließungssysteme müssen den Technischen Mindestanforderungen sowie der DIN 18040-1 entsprechen (siehe unter 2. Gebäudezugänge und Servicesysteme, 3. Vertikale Erschließung / Überwindung von Niveauunterschieden und 4. Raumgeometrie).
  • Zuschauerplätze für Menschen mit Seh- oder Höreinschränkungen sowie Plätze für Rollstuhl- oder Gehhilfennutzer sind zu kennzeichnen.

Schwimm- oder Therapiebecken

taktile Hilfen

aus eloxiertem Aluminium mit Beschriftung in Punkt- als auch tastbarer Schwarzschrift

aus eloxiertem Aluminium mit Beschriftung in Punkt- als auch tastbarer Schwarzschrift

Handlaufschilder mit taktiler Beschriftung

Handlaufschilder mit taktiler Beschriftung

Handlaufbeschilderung mit tastbarer Brailleschrift und Pyramidenschrift

Handlaufbeschilderung mit tastbarer Brailleschrift und Pyramidenschrift

aus Aluminium oder Edelstahl für runde und gerade Handläufe

aus Aluminium oder Edelstahl für runde und gerade Handläufe

Einstiegshilfen

Schienenlift für Therapiebäder

Schienenlift für Therapiebäder

als Sitzlift, Rollstuhllift

als Sitzlift, Rollstuhllift

für Schwimmbäder und Schwimmhallen

für Schwimmbäder und Schwimmhallen

Lift für Schwimmbäder und Schwimmhallen

Lift für Schwimmbäder und Schwimmhallen

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